Ultraschall-Untersuchungen

Was?

Gruppe-B-Streptokokken (GBS) sind Bakterien, die sich in der natürlichen Darmflora und im Genitalbereich ansiedeln und für Erwachsene meist harmlos sind. Etwa jede dritte bis jede zehnte Schwangere trägt sie in sich – ohne es zu wissen.

Test

Es wird ein Abstrich von Vagina und Anus genommen. Anschließend werden die Bakterien im Labor bestimmt.

Warum?

Babys können sich bei der Geburt mit den B-Streptokokken der Mutter infizieren. Mögliche Folgen: Atemschwierigkeiten, Lungen- oder Hirnhautentzündung, Blutvergiftung.

Risiko

Nur ein Bruchteil der Neugeborenen steckt sich bei der Mutter an: 2014 gab es bei 715.000 Geburten mehr als 100.000 Frauen mit B-Streptokokken und etwas mehr als 100 Babys, die sich infiziert hatten.

Was, wenn?

Fällt der Test positiv aus (B-Streptokokken sind vorhanden), empfiehlt der Arzt die Gabe von Antibiotika für die Schwangere während der Geburt.

Gut zu wissen

Die Antibiotika gelangen nicht in den Blutkreislauf des Babys. Nur bei der Schwangeren können gelegentlich bis selten unangenehme oder gefährliche Nebenwirkungen auftreten, etwa eine allergische Reaktion.

Wofür ist der Test?

Bei diesem Test geht es darum, dein Baby vor einer möglichen Infektion mit Gruppe-B-Streptokokken (GBS) bei der Geburt zu schützen. Hast du die Bakterien in dir, sind sie für dich harmlos: Sie besiedeln die natürliche Darmflora und kommen auch im Genitalbereich vor. Davon merkst du in der Regel nichts.

Für dein Baby mit seinem noch viel zu schwachen Immunsystem können GBS allerdings sehr gefährlich werden: Steckt sich das Neugeborene während der Geburt mit den Bakterien an, können sie schwere Krankheiten auslösen. etwa Atemwegserkrankungen, Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung (Sepsis). Im schlimmsten Fall kann das Kind sterben oder bleibende Hirnschäden davontragen.

Dein Risiko

Keine Panik. Auch wenn die möglichen Folgen einer Infektion mit GBS fürchterlich sein können: Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist gering. Dazu ein paar Zahlen, die dir helfen, das Risiko für dein Baby einzuordnen:

Risiko in Zahlen

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15 bis 20

von 100 schwangeren Frauen in Deutschland haben Gruppe-B-Streptokokken.

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3 von 10.000

Neugeborenen erkranken an einer Infektion mit B-Streptokokken.

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3 von 100

der mit GBS-infizierten Neugeborenen sterben an den Folgen der Infektion.

Von der Mutter auf das Baby

Du wunderst dich, warum die Streptokokken erst bei der Geburt eine Gefahr für das Baby sind? Ganz einfach: Zuvor besiedeln sie nur den Vaginal- und Analbereich. Erst wenn bei der Geburt die Fruchtblase platzt, gelangen die Bakterien aus dem Geburtskanal in das Fruchtwasser. Das Baby schluckt das Wasser und die Bakterien gelangen in den Magen-Darm-Trakt. Manchmal auch in die Lunge – und von dort schließlich in den Blutkreislauf. Manchmal, aber nicht immer, hat das Immunsystem der Mutter Antikörper gebildet. Die schützen das Neugeborene.

Symptome einer GBS-Infektion

Die Erkrankung des Babys nach einer Infektion mit B-Streptokokken kann unterschiedlich verlaufen. Die frühe Form der Infektion kommt in 50 bis 60 Prozent aller Fälle vor und macht sich innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Geburt bemerkbar. In den meisten Fällen handelt es sich dann um eine Sepsis (Blutvergiftung).

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Mögliche Symptome einer Sepsis

  • fahle Hautfarbe
  • auffällige Herz- und Kreislaufwerte
  • zu niedrige Körpertemperatur
oder Fieber

So funktioniert der Test

Wenige Wochen vor der Geburt, in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche, nimmt dein Arzt einen Abstrich von Scheide und Enddarm (Rektum). Wenn du einen Rektumabstrich als unangenehm empfindest, sprich das ruhig in der Praxis an. Es ist auch möglich, einen Abstrich aus der Umgebung des Anus zu nehmen. Der Abstrich wird dann in ein Labor geschickt und dort auf B-Streptokokken getestet

Fällt der Test positiv aus, heißt es: du trägst Streptokokken der Gruppe B in dir. Auch wenn das Risiko nicht hoch ist, dass sich dein Kind bei dir ansteckt, wird dir dein Arzt eine Antibiotika-Therapie zu Beginn der Geburt empfehlen. In der Regel ist das Penicillin. Es wird dir mehrere Stunden bevor dein Baby zur Welt kommt intravenös verabreicht.

Der Test ist positiv - was jetzt?

Fällt der Test positiv aus, heißt es: du trägst Streptokokken der Gruppe B in dir. Auch wenn das Risiko nicht hoch ist, dass sich dein Kind bei dir ansteckt, wird dir dein Arzt eine Antibiotika-Therapie zu Beginn der Geburt empfehlen. In der Regel ist das Penicillin. Es wird dir mehrere Stunden bevor dein Baby zur Welt kommt intravenös verabreicht.

Nutzen

Die Gabe von Antibiotika senkt das Risiko, dass sich dein Kind während der Geburt mit B-Streptokokken infiziert. Aber: Sie kann dennoch nicht in allen Fällen die Ansteckung verhindern

Gut zu wissen

Die Einnahme von Antibiotika kann bei dir häufige bis seltene gefährliche Folgen haben, zum Beispiel eine allergische Reaktion. Die Antibiotika gelangen aber nicht in den Blutkreislauf des Babys.